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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2019   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 


Y.  L'Universel – Intertextual Human Experience


Die Gesänge des Rigveda, Erster Liederkreis, Lieder des Kutsa, des Angirasen I.95  'An Agni'
„Zwei ungleiche Kühe wandeln, einem schönen Ziele folgend; eine um die andere säugen sie ihr Kalb. Während es bei der einen goldgelb ist, seinem eigenen Triebe folgend, erscheint es bei der anderen hell in schönem Glanze. / Ihn, der ein scharfes Angesicht hat, bei den Menschen von selbst Ansehen genießt, Den strahlenden führen sie herum. Seine funkelnde Gestalt wurde beim Gottesdienst der Versammlungsort der Götter.“



Die Bhagavad-gita I.39-40  'Aufruhr und Zerfall' / Sapientia 5:17-23 / Das Buch Jesaja 52:11
„Wenn auch viele, deren Sinn von Habgier gehemmt, die Zerstörung der Familie nicht als ein Übel ansehen – warum sollen wir nicht die Weisheit besitzen, dass es gilt, uns von diesem Übel fernzuhalten? Denn wird die Familie zerstört, so geht die heilige Ordnung zugrunde; wenn die heilige Ordnung untergeht, überwältigt Gesetzlosigkeit die Nationen; nimmt Gesetzlosigkeit überhand, verdirbt das Gewissen der Frauen: unerwünschte Nachkommenschaft entsteht. So werden durch die Untaten der Zerstörer der Familie, die die Verwirrung der heiligen Ordnung zur Folge hat, die ewigen Gesetze der Menschheit und sittliche Grundlagen der Familie vernichtet: Krankheit, Chaos, Kriege, Seuchen entstehen.“



Die Yoga-Sutras des Patanjali, Zweites Kapitel, Verse 3-11  'Geistige und spirituelle Praxis'
„Unwissenheit, Egoismus, Anziehung und Abneigung sowie Furcht vor dem Tod sind die Leiden, die Schmerz verursachen: Unwissenheit hält das Vergängliche, Unreine, das Leid, das Nicht-Selbst fälschlich für das Unvergängliche, Reine, Angenehme, das Selbst; Egoismus ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens; Anziehung ist das, was sich mit Vergnügen beschäftigt; Abneigung ist das, was Schmerz zu meiden sucht; Furcht vor dem Tod ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, der sogar im Geist von Weisen verwurzelt ist. Leiden (der Frauen) kann durch Kontemplation in Gegenströmung aufgelöst, Zufügen von Leid muss durch (der Männer) stetige Meditation beseitigt werden.“



Rigveda X.90,1 / Brihadaranyaka-Upanishad [Weißer Yajurveda] III.8  'Der Unvergängliche'
„Wer weiß es in Wahrheit, woher geboren, woher ist diese Schöpfung; herwärts sind die Götter durch diese Sendung gelanget, wer aber weiß, woher er selber gekommen? Purusha ist dieses All, was ist, und auch was sein wird, auch über die Unsterblichkeit gebietend, da Er, was durch Speise ist, weit überragt. So bedeutend ist seine Größe, ja größer als dies ist noch Purusha, ein Viertel von ihm sind alle Welten, drei Viertel von ihm unsterblich im Himmel. / Auf des Unvergänglichen Geheiß stehen auseinandergehalten Sonne und Mond; und der Himmel und die Erde. Wahrlich: dieses Unvergängliche ist sehend nicht gesehen, und hörend nicht gehört, und verstehend nicht verstanden, und erkennend nicht erkannt.“



Die Katha-Upanishad 1.2.22-24  'Die allbarmherzige Persönlichkeit Gottes – feuergeboren'
„Wenn die heilbringende durchdringende Seele als der Beständige in Männern und als das Körperlose in den Frauen erkannt ist, leiden die Menschen nicht länger. Doch nicht durch Verstand und viele Schriftgelehrtheit wird die Seele erlangt: Nur wen die Seele sich wählt, von dem wird sie begriffen; ihm macht die Seele offenbar ihr Wesen. Wer aber von schlechtem Lebenswandel nicht Abstand nimmt, sich nicht zuerst von seiner Bosheit abgewandt, und wessen Gemüt nicht ruht, der kann selbst durch Forschen seine Seele nicht erlangen.“



„Im Weg steht natürlich immer das vitale Ego mit seiner Unwissenheit und dem Dünkel seiner Unwissenheit und das physische Bewusstsein mit seiner Trägheit, das jeden Ruf nach Wandlung verübelt und ihm widersteht, sowie seine Gleichgültigkeit, die jede Mühe scheut – es findet es bequemer, seinen eigenen Weg zu gehen, dabei immer die gleichen alten Bewegungen zu wiederholen und bestenfalls zu erwarten, dass alles auf irgendeine Weise und zu irgendeiner Zeit für es getan werde.“ (Sri Aurobindo, Letters on Yoga, Bd 4.III)



Das Mahabharata, Buch Vana Parva (Buch des Waldes) Kapitel 260  'Über die Himmel'
„Die Region, die als Himmel bekannt ist, existiert über uns. Ungläubige und unwahrhafte Engel, jene, die keine sittliche Enthaltsamkeit üben und keine kulturelle Praxis ausführen, können nicht dahin gelangen. Nur Menschen mit tugendhafter Seele, gezügelten Gedanken und Kräften, beherrscht in ihren Sinnen und ohne jegliche Bosheit, erreichen den heiligen Garten der Himmlischen, diesen Raum der wohltätigen und heldenhaften Seelen.“



Die Chandogya Upanishad II.2  'Betrachtungen über das Sâman, seine Teile und Arten'
„Der Laut ist die Erde: der Hauch, der den Regen bringt. Der Vorgesang ist das Feuer: die Wolke entsteht. Der Hauptgesang ist die Luft: es regnet. Der Einfallsgesang ist die Sonne: es blitzt und donnert. Der Nachgesang ist der Himmel, der Friede: es hört auf. Man ehre das fünffache Saman im Regen. Regen gibt es für Ihn, und Er lässt regnen.“

„Mit unserem Verstand können wir nicht begreifen, wie die Große Mutter geschaffen worden ist. Demütige dich, und du wirst nicht nur die Sonne, sondern auch ihren Schöpfer begreifen. Nur durch den Heiligen Geist kann Er erkannt werden.“ Starez Siluan, Berg Athos



Páli Kanon, Anguttara Nikáya III,31  'Der Elterliche Gott' / Genesis 1:27 / Bhagavad-gita 14.3-4
„Gott, ihr Mönche, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; die ersten Lehrer, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; Anbetungswürdige, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter. Viel tun die Eltern für ihre Kinder. Sie sind ihre Erzeuger, Ernährer und sie zeigen ihnen diese Welt. Mit «Gott» bezeichnet man die Eltern, «die ersten Lehrer» nennt man sie; sie, die Erbarmer des Geschlechts, sind der Ehrfurcht würdig. Es schenke ihnen darum Achtung der Weise und bediene sie mit Speise wie auch mit Getränken, mit Kleidung und mit Lagerstatt, und mit der Füße Waschung auch. Wegen dieses Dienstes, den man seinen Eltern tut, hat man hier der Weisen Lob und dort des Himmels Seligkeit.“



Páli Kanon, Majjhimá Nikáya 26 (3.6); Udāna VIII.1 / A
guttara-Nikáya 8.53 || Lukas 14:26
Buddha sprach: „Ich habe das Todlose {amata dha tu: die Motivation der Seele} gefunden! Es gibt einen Weg, der zur Läuterung hilft, zur Überwältigung des tiefen Schmerzes und des Jammers, zur Zerstörung des Leidens und der Trübsal, zur Gewinnung des Rechten, der Angst ein Ende setzend, Leidfreiheit verwirklichend; dieser Weg ist der Weg der Vier Verankerungen der Achtsamkeit. Und, ihr Mönche: Es gibt ein Nicht-Gewordenes, Nicht-Geformtes und Nicht-Vergehendes; ohne dies Nicht-Gewordene, Nicht-Geformte und Nicht-Vergehende gäbe es keinen Ausweg aus all diesem. Doch akzeptiert meine Worte nicht, ohne sie zu hinterfragen. Ihr müsst die Lehre für euch selbst prüfen und untersuchen.“

„Die Erde heiratete einen Königssohn, aber bis heute erleidet sie große Qualen wegen der von ihr geborenen Kinder. Gautama Buddha verließ seine Frau – in der Nacht, als sie den Thronfolger geboren hatte – ein Gleichnis, über das man nachdenken muss.“ Beinsa Douno



Zend Avesta, Yasht 17,59 || 5,62  'Gottes Vereinigung mit der Seele' (Sure 2:67-71; Jesaja 54:1)
„Es erhob Die Gute Erhabene Segnung ihre Klage: Das ist mir die schlimmste Tat, die grausame Menschen verüben, wenn sie junge Frauen vom geistigen Pfad führen und als lange unverheiratet (der Welt) preisgeben. Was soll ich ihnen tun? Soll ich zum Himmel gehen? Soll ich mich zur Erde hinabwenden? Ahura Mazda {die Unzerstörbare; Höchster Gott} antwortete: Verweile hier! Komm und trete ein in meinen Himmlischen Palast (Sure 89:28-31). || Und es kam Ardvi Sura Anahita {die Makellose} von den Sternen dort herbei auf diese Erde und sprach zu Zarathustra: Du Frommer, dich machte der Herr zum Meister der körperlichen Welt; Mich aber machte der Herr zur Hüterin des ganzen guten Daseins.“ Schlussgesang: „O Gute Erhabene Segnung, wegen ihrer Pracht und ihres Glanzes will ich sie verehren; und denjenigen, von welchem unter den existierenden verehrungswürdigen Wesen der Weise Herr gemäß der Wahrheit weiß, dass für ihn in der Verehrung das Beste beruht; und die Seelenführer aller frommen Männer und frommen Frauen verehren wir.“



Das Zend-Avesta, Ardâ-Vîrâf, Hâdôkht Nask, 2,10-14  'Die Brücke zwischen Urbild und Abbild'
„In der dritten Nacht nach dem Tode, in welcher die Seele des Gerechten noch bei ihrem Leibe weilt, steigt von derselben unter den lieblichsten Düften ihr eigenes Gesetz auf, wie mit einem jungfräulichem Leibe, lichtglänzend, geflügelt, ein glänzender Keim, jungfräulich stark, rein wie das Reinste dieser Welt. Und die Seele des Gerechten spricht zu ihm: "Wer bist du?" Dann antwortet das schöne Gebilde der Unsterblichkeit: "Ich bin dein eigenes Gesetz, ich bin das, was du Reines gesucht hast, dein reiner Gedanke, dein reines Wort, dein reines Wirken, dein reines Gesetz von dir selbst, solange du im Leibe warst. Was du Gutes getan, bin ich jetzt, so herrlich, so heilig, so rein, über alle Furcht erhaben.“



„Welt ist in Nebel ertrunken, Erde im Tau verloren. Die Herren wollen die Welt ordnen und schmücken, aber es gelingt ihnen nicht. Es gibt keine Sonne oberhalb der Welt, keine Abend- und Morgenröte unterhalb der Welt, keinen Mond in der Höhe, keine Sterne am Himmel. Warum? – Man martert Jesum, den frommen Gott, rücklings in den Flammen, die Füße sind gefesselt, die fünf Finger ausgespannt. Er spricht: 'Wer bringt von meiner Marterung der Maria Kunde?' / Ein Fisch ist da auf der Pfanne, der schwimmt ins Meer und bringt die Kunde der Maria, sie auffordernd, auf die Erde herabzukommen. Maria aber glaubt der Nachricht nicht. Darauf werden zwei Boten abgesandt, ein halbgekochter Hahn kräht von der Stange aus die Botschaft der Maria, halbgekochter Ochse brüllt sie ihr vom Berge aus: sie bleibt ungläubig. Endlich berichtet ihr die schöne Weltallstochter, in welchem Zustand die Welt ist, und was auf der Erde geschieht. Da fährt Maria zur Erde herab und stellt die Ordnung wieder her.“ Lied der Setukesen, Monumenta Estoniae Antiquae



Frühling und Herbst des Lü Bu Wei  'Die Betrachtung über die Anfänge'
„Wenn der Erdkreis in Verwirrung ist, so kann kein Staat in Frieden leben. Wenn ein Staat in Verwirrung ist, so kann keine Familie darin unangefochten leben. Wenn die Familie in Unordnung ist, dann gibt es keine Ruhe für die Person. Um das Kleine zu festigen, muss erst das Große gefestigt sein; und um das Große in Ordnung zu bringen, muss erst das Kleine in Ordnung sein. So hängen Groß und Klein, Vornehm und Gering voneinander ab, und nur gemeinsam kommen sie zum Glück.“ Um den schöpferischen Geist der Männer zu festigen, müssen Frauen erst ihre göttliche Seele wichtig nehmen.



Buch Deuteronomium 5:22; 5:9-10; 6:4-9 || Exodus 20:5 || 1 Könige 8:12 || Chajei Sarah 214
„Diese Worte sprach Gott zur vollständigen Versammlung – mitten aus dem Feuer, aus Wolken und Dunkel, und unter lautem Donner: 'Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an dritter und vierter Generation von denen, die mich hassen; bei denen aber, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.' || Es sprach der Herr: 'Du darfst dich nicht vor einem andern Gott niederwerfen. Jahwe trägt den Namen «der Eifersüchtige»; ein eifersüchtiger Gott ist er.' ||  Der Herr aber hat die Sonne an den Himmel gesetzt; er selbst wollte im Dunkel wohnen. || So wacht Die Große Mutter voll göttlichen Eifers über den Bund, dass Sie nicht mit einer Frau von anderen Nationen entweiht wird.“



Das Zweite Buch der Könige 2:19-25  'Die erste Wundertat Elischas' || Lukas 1:5-38
„Die Männer der Stadt sagten zu Elischa: Unser Herr sieht, dass man in dieser Stadt gut wohnen kann; nur das Wasser ist ungesund, in der Gegend gibt es viele Fehlgeburten. Elischa befahl: Bringt mir eine neue Schüssel, und schüttet Salz hinein! Man brachte sie ihm; er ging zur Wasserquelle, warf das Salz hinein und sprach: So spricht der Herr: Ich mache dies Wasser gesund. Es wird keinen Tod und keine Fehlgeburt mehr verursachen.“



„Der leibliche Sohn hat seiner Schwester das Erbe nicht überlassen; er machte ihren Mutterleib zu einer Schatzkammer des Gewinners.“ Rigveda 3.031.02 Ein Lied an Indra



Psalm 68:2;10-12; 22; 27; 31-36  Ein Lied auf Gottes Sieg und Herrschaft [der Großen Mutter]
„Es erhebe sich Gott, auf dass seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht. Du lässest Regen strömen in Fülle und erquickst dein verschmachtendes Erbland. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung. Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen. Der Herr entsendet sein Wort; groß ist der Siegesbotinnen Schar. Denn Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Kopf des Frevlers, der in Sünde dahinlebt. Wehr ab das Untier im Schilf, die Rotte der Starken, wehr ab die Herrscher der Völker! Sie sind gierig nach Silber, tritt sie nieder; zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg. Ihr Königreiche der Erde, singt für Gott, singt und spielt für den Herrn, der dahinfährt über den Himmel, den uralten Himmel, der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme. Gott in seinem Heiligtum ist voll Majestät. Versammelt euch und preist Gott, den Herrn in der Gemeinde.“



Genesis 28:12-22  'Jakob schaut die Himmelsleiter' / Sura 2  Al-Baqara 'Die Kuh'  Vers 40-43
Jakob hatte einen Traum; eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel; auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder („es sind die heiligen Engel, die aufsteigen, andere steigen ab und erhalten keine Wiederbelebung“ WaJaze 72). Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, richtete ihn als Denksäule auf und goss Öl auf seine Spitze. Dann gab er diesem Ort den Namen Bethel {Haus des Gottes}. Früher hieß die Stadt Lus {loser / lust}. Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich behüten wird auf dem Weg, den ich reise, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters und der Herr sich mir als Gott erweist; dann soll dieser Stein, den ich als Steinmal aufgerichtet habe, ein Gotteshaus werden.“



Platon, Das Gastmahl [Συμπόσιον Sympósion] 206c-e  'Über das wahre Wesen des Eros'
Aus zwei wird eins, damit es etwas Drittes gibt
 „Alle Menschen, o Sokrates, tragen Zeugungsstoff in sich, den körperlichen sowie den geistigen; und wenn wir zu einem gewissen Alter gelangt sind, so strebt unsere Natur zu erzeugen. Im Hässlichen aber vermag sie nicht zu erzeugen; die Zeugung nämlich ist die Vereinigung des Mannes und seines Weibes. Es ist aber dies eine göttliche Sache und in dem sterblichen Lebenden etwas Unsterbliches, die Empfängnis und die Erzeugung. Und es kann dieser Akt nicht vor sich gehen, wo es an Einklang fehlt. Eine leitende und entbindende Göttin ist daher die Schönheit bei der Geburt. Wenn nämlich das, was den Zeugungsstoff in sich trägt, dem Schönen naht, wird es beruhigt und von Freude durchströmt und gebiert und erzeugt; wenn es sich aber dem Hässlichen naht, so zieht es sich finster und traurig in sich zusammen, wendet sich ab und schrumpft ein – und erzeugt nicht, sondern trägt mit Beschwerde seine Bürde weiter. Denn die Liebe geht gar nicht auf das Schöne, wie du meinst, sondern auf die Erzeugung und Ausgeburt im Schönen. / Das mag sein, sprach ich. – Ganz gewiss, sagte sie.“ Die Rede der Diotima



Buch Jeremia 30:1-2,12-15,18-22  'Die Trostschrift: Die Heilung für die Wunden' / Matthäus 14:22-36
„Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! So spricht der Herr: Arg ist dein Schaden, unheilbar deine Wunde. Niemand verschafft dir Recht. Alle deine Freunde haben dich vergessen, sie kümmern sich nicht mehr um dich. Denn wie ein Feind schlägt, so habe ich dich geschlagen mit harter Züchtigung wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden. Was schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden habe ich dir das getan. So spricht der Herr: Seht, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs, seiner Wohnstätten erbarme ich mich. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden und die Burg auf ihrem alten Platz stehen. Lobgesang wird dort erschallen und die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren, sie sollen nicht weniger werden; ich will ihnen Ehre verschaffen und sie sollen nicht verachtet werden. Spruch des Herrn. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.“



Evangelium nach Matthäus 9:14-26  'Frage nach dem Fasten – Die Auferweckung der Tochter'
„Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden Tage kommen, da wird den Hochzeitsgästen der Bräutigam genommen sein – dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche.

Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: 'Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, dann wird sie wieder lebendig.' Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: ‚Geht hinaus!‘ Dann trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.“



Sri Ramana Maharshi  'Das Herz liegt auf der rechten Seite'
„Die Gedanken müssen aufhören, der Verstand muss verschwinden, damit das ›humane Wir‹ sich erheben und empfunden werden kann. Keiner leugnet, dass das physische Organ links liegt. Aber das Herz, von dem ich spreche, ist nicht das physische und liegt rechts. Das geistige Empfinden ist der Hauptfaktor, nicht das gewinnträchtige psychologisch-spirituelle Verstehen. Resonanz zur nachhaltigen Partnerschaft geschieht daher nicht im Kopf, sondern in der rechten Seite der Brust; denn dort liegt das humane Herz.“



Thomas-Evangelium (NHC II,2) 114
|| Philippus-Evangelium (NHC II,3) 68 || Tabula Smaragdina
„Das Königreich ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das das größte war, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte das eine bis er es gefunden hatte. Danach, als er so viel Mühe gehabt hatte, sprach er zu dem Schaf: 'Ich liebe dich mehr als die neunundneunzig.' Jesus sprach: Wehe aber dem Fleisch, das von der Seele abhängig, wehe der Seele, die vom Fleisch abhängig ist. Da sagte Petrus: Maria soll aus unserer Mitte fortgehen. Jesus aber sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damit auch sie lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Jede Frau, die sich männlich macht, wird ins Himmelreich gelangen.“ || „Der Herr sagte: Ich bin gekommen, um das Weibliche wie das Obere Männliche und das Männliche wie das Innere Weibliche zu machen, und bin gekommen, um sie an jenem Ort zu vereinigen.“ || „In Wahrheit, gewiss und ohne Zweifel: Das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere gleich dem Unteren, um zu vollbringen das Wunder der Schöpfung eines einzigen Dinges.“



Der Heilige Sohar, Bereshid 30  Schöpfungsgeschichte  'Das Allerverborgenste von allem'
„»Und Gott sprach« bedeutet, dass der Palast jetzt den heiligen Samen gezeugt hat, mit dem sie vorher geschwängert war. Weil es die Regel ist, dass der obere, der auf den unteren herabsteigt, wie er wird. Ähnlich wird der untere, der sich zum oberen erhebt, wie dieser.“



Das Markus-Evangelium 4:10-14; Buch Jesaja 6:8-10; Sure 17:43-46
|| Bhagavad-gita III.26;29
„Als er mit seinen Begleitern allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; sehen sollen sie, aber nicht erkennen; hören sollen sie, aber nicht verstehen, – damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.“ ||



Wissenschaftliches Arbeiten als Gottesdienst (Edith Stein); 1 Korinther 11:8-10; Jakobus 2:17-20
„Die egoistische Frau stammt nicht vom Glauben an den selbstlosen Heiligen – sondern die spirituelle Welt-Frau vom kulturell-geistigen Mann; und ebenso wurden begehrende Männer nicht für biologische Frauen geschaffen: der Schöpfergeist der kulturellen Männer gehört den wissenschaftlichen Frauen – sie manifestieren Humanität.“ || Der heilige Pfad der Frauen ermöglicht Männern die spirituelle Fülle, sodass der männliche Schöpfergeist die Seele der Frau zur wirksamen Heilkraft ihrer femininen Persönlichkeit führen kann.



Bhagavad-Gita 9.25; 18.66-67 {Matthäus 13:1-23} 1 Korinther 10:21; 12:30-14:5; Sirach 11:16  'Identität'
Das Erwachen der Religion des Herzens 
„Krishna sprach: Ich selbst bin es, der sich aller Darbringungen erfreut. Ich bin der Herr aller Opfer. Sie erkennen Mich nicht wahrheitsgemäß, darum fallen sie zurück in den Zyklus von Geburt und Tod. Jene, die Halbgöttern opfern, gehen hin zum Götterreich {die Saat fällt auf felsigen Boden, versengt, verdorrt, weil sie keine Wurzeln hat (Matthäus 13:5); 'sie vergewaltigen durch ihre Stärke die übrigen und nähren sich dadurch' (Aristeasbrief) – "Lieben" wird auf dieser Ebene durch eine Art von Glückserfahrung charakterisiert, die nicht befriedigend ist, weil ohne schöpferisches Zusammenwirken der Seelen}. Zu den Geistern gehen, die das imaginäre Geisterreich verehren {'Ich sah mich auf dem Kopfe Brot tragen, von dem Vögel fraßen' (Sure 12); 'Vögel fressen die Saat, die in ihr Herz gesät wurde' (Matthäus 13:19)}. Zu den Ahnen gehen, die Kapital idolisieren {'Dornen wachsen, ersticken die Saat' (Matthäus 13:22); ihre Frauen gleichen Tigerinnen: leicht aufgebracht, schwer zu besänftigen; 'Macht, Beute, Besitz' ist die heimliche gegenseitige Konnivenz (Nachsicht, Duldung) zwischen dem tränenvoll-zornigen Weiblichen und dem neurotischen Zustand männlichen Geistes}. Die Mich verehren, kommen zu Mir. Gib alle Religionen [Verschiedenheit äußerer Formen] auf, nimm deine Zuflucht zu Mir! (Jesaja 55:13).“



Der Heilige Qur-ân, Sure 3,14-15  'Die Sippe'
|| Sure 75,22-23  'Auferstehung'; Jesaja 43:5-7
„Verlockend ist den Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt. Sag: Soll ich euch etwas kundtun, was besser ist als dieses? Für diejenigen, die gottesfürchtig sind, werden bei ihrem Herrn Gärten sein, unter denen Bäche fließen und in denen sie ewig weilen werden, und geläuterte Gattinnen und Wohlgefallen von Gott – und Gott sieht wohl die Diener. || An jenem Tag gibt es strahlende Gesichter, die zu ihrem Herrn schauen.“



„Die Welt, o mein Freund, ist heutzutage schlimm: Der Mann 'arm im Geist' ist in dieser Zeit störrisch, doch Feministinnen sind hartnäckig, ihn zum untertänigen Lustknaben zu machen; die schlechten Therapeuten streben nur nach dem, was sie an Frauen verzehren können und ungerechte Frauen treffen Entscheidungen ohne Erkenntnis ihrer Seele. Und die Sufis sind Wolle, die mit weltlichen Zielen ausgeschmückt und gekennzeichnet ist; großartig ist die Welt in ihren Herzen geworden, so sehen sie nichts Höheres als sie, das zu erstreben wäre. Verächtlich ist in ihrer Seele die Wahrheit geworden, fliehend drängen sie weg von ihr; sie hüten ihre Gebetsteppiche und Flickenröcke, die zur Schau gestellten Äußerlichkeiten und die Gehstöcke; sie zeigen die verzierten Gebetsperlen wie die alten Frauen. Essgierige Kinder sind sie, wie Säuglinge, die Nachsicht brauchen; weder hält Wissen sie vom Verbotenen fern, noch treibt Entsagung sie von weltlicher Begierde hinweg; sie machen das Äußere der Religion zur Götzendienerei an den vergänglichen Gütern; sie halten sich an Sufi-Konvente und Ribate, im Begehren auf das Erlaubte als auch das Verbotene, das zu ihnen kommt; sie haben ihre Ärmel weit gemacht und ihre Körper fett werden lassen. Bei Gott, ich habe sie nicht anders gesehen, als so, wie mir überliefert wurde von mehr als einem. Es sagte der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und gebe ihm Heil: Am Tage der Auferstehung werden Leute gebracht, die gute Taten bei sich haben wie die Berge der Tihama ('heiße Erde'). Wenn sie gebracht worden sind, macht Gott ihre Taten zu feinem Staub und wirft diese Menschen dann ins Feuer. Wenn du nun zu ihnen gehst [um Ethik & Dialog zu bringen], dann sieh, wie sie ihre Gesichter in finstere Falten gelegt haben. Und wenn du nicht achtsam bist und bei einem von ihnen auf seinen Gebetsteppich trittst, dann schlägt er dich mit der Faust, wohin sie dich auch treffen mag; es könnte darin sogar dein Tod liegen. Dieses und ähnliches ist der Weg, auf dem sich die Sufi-Leute deiner Zeit befinden. Und wie recht hatte doch Abu al-Qasim al-Qusairi, da er diejenigen erkannte, die in ihrer äußeren Erscheinung geschmückt waren mit dem Schmuck der Leute des Weges und ihnen gegenüber nackt waren in ihrem Inneren. Über sie rezitierte er den Vers: Was die Zelte betrifft, so sind sie wie ihre Zelte, doch sehe ich, dass die Frauen des Stammes anders sind als ihre Frauen.“
Muhyi al-Din Muhammad ibn 'Ali Ibn al-Arabi, Geist der Herrlichkeit, 'Heuchelei und fette Körper'





Weibliche Schöpfungskraft  
Mut zu Wandel und Erneuerung


Dorje Thegpa (Vajrayana), Kalachakra Chandamaharosana
Tantram || Epheserbrief 5:22-30.
„Women are Heaven; Women are Dharma; Women are Buddha (the apprenticeships of the apprenticeship); Women are Sangha (community); Women are Perfection of Wisdom.“



Der grundlegende, innewohnende Glaube der Seele der Frauen in unserer Zeit ist, dass es das Göttliche Weibliche gibt, und dass es das einzige ist, dem Frauen zu folgen haben und nichts anderes im Leben einem Vergleich damit standhält. Solange Frauen diesen Glauben besitzen, sind sie für das spirituelle Leben bestimmt 'Männer auf dem spirituellen Pfad' zu führen, kulturell-kreative Diener zu sein. Selbst wenn Frauen viele Jahre zu kämpfen haben, weil das Super-Ego der meisten Männer voller Widerstände, voller Ablehnung und Schwierigkeiten ist, so sind Frauen dennoch für den Erfolg in spiritueller Kraft ausersehen, um 'das Planetarische Bewusstsein der Ethik' auf Erden zu verbreiten.



Was für ein großer Schatz, wenn Frauen erkannt haben, dass in ihnen alle Verdienste und Fehler Einer Welt zu finden sind und dass Frauen alles, was sie kultivieren möchten, kultivieren können, und alles wegschneiden, was entfernt werden sollte; es ist wie Unkraut ausrotten und die Samen von Blumen und Früchten säen! Eine Neue Welt öffnet sich allen Frauen, die beginnen, in sich selbst zu blicken: Es ist die eigene erleuchtete Seelenwelt, aus der sie Sich machen können, um zugleich eine Welt zu schaffen, die ausreicht, um darin zu leben – von Liebe der kulturellen Wesensnaturen ihrer Männer. Es sind also Frauen, die Eine Welt schaffen, wenn sie ihre innerste Welt heilig gestalten, und im spirituellen Dialog psychoanalytisch Männer, die gefangenen Seelen, aus einer Glaubensstummheit der Höllen des Krieges befreien: 'dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit den klugen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen' (Matthäus 25:1).



Eine junge Frau ging einst zur Großen Göttin und bat sie um Führung auf dem spirituellen Pfad. Die Seherin fragte sie: „Hast Du je in Deinem Leben den Herrn geliebt, angebetet so, dass Er als Stimme Deiner Seele zu den leidenden Geschöpfen gesprochen hat?“ – „Nein“, sagte da die Frau, „noch nicht.“ Die Große Göttin antwortete ihr: „Geh und liebe den Herrn, befreie von Leid und wisse, was Nächstenliebe ist. Dann komme zu mir und ich werde Dir die Geheimnisse zur Entfaltung Gottes weiblicher Macht über die Naturgewalten lehren.“



Frauen stehen nun am Scheideweg, entweder: Männer zur Sittlichkeit führen und mit göttlichem Bewusstsein im Geist der Kulturell Kreativen die Menschheit als Ein globales Volk spirituell vereinen; oder: mit Chaos, Katastrophen, Krankheiten, Kriegen und den Tränen der Verzweiflung in den Augen ihrer Verwandten immer mehr konfrontiert werden. Es muss den 'guten Frauen' deutlich sein, dass ohne den heiligen Geist der Männer es ein böses Erwachen in der Beziehung zum Manne gibt. Denn die Seele 'Frau' gibt es nur dort, wo es Das Alpha als den religiösen sittlichen Geist der Männer gibt, dieser Geist aber muss schon sein Omega, als das Potential des ethischen Erwachens der Menschheit, in sich tragen.



Geruhsam wachsen Frauen im Alter zu Einem Frommsein hin – die Haare werden weiß, ihre Organe gehen langsam in das Geistige über, der ganze Organismus strebt nunmehr nach Vergeistigung – wird er in Planetarischem Bewusstsein wieder erstehen? Männern fehlt dazu der Mut, Krishna, den Genius zu suchen und in kulturell-kreativem Geist Frauen zu dienen. In dieser Beziehung sind Männer feige geworden, weil Frauen sie nicht lieben.



Apostelgeschichte 4:32, Markus Evangelium 12:30-31, Bhagavad-Gita 4.15
In Buddha leben wir, dem Unheiligen entworden, als Göttliche Mutter
dem Planetarischen Bewusstsein Geburt gebend – in solcher Erkenntnis wird
einst von Frauen, die Frieden schenken, das Große Werk verrichtet.

 

 

 

Man schafft Sankt Michael ins Hotel und die Schatzkammer
»Maria-Magdalena« fängt Feuer: das Herz Notre-Dames – eine Ruine, die Mutter aller
Kirchen steht ohne Dach dem Winde und Regen offen, was eben noch »Tempel der
Frau« war, ist ein Trümmerhaufen, selbst steinerne Herzen zum Mitleid rührend.
 

  


Ich beobachte derzeit die Verwüstung unseres Planeten und ein Artensterben in erschreckendem Ausmaß, von dem Flora und Fauna gleichermaßen betroffen sind (Claude Lévi-Strauss). Frauen scheinen unter einer Art inneren Vergiftung zu leiden, obwohl sie sich dessen nicht bewusst sind: die Verwüstung unseres Planeten, das "Artensterben" der Kulturell Kreativen, entstammt der Seelenlosigkeit ihrer Männer, was hauptsächlich von den individuellen Entscheidungen der Frauen zur Liebe herrührt, von denen Körper und Psyche der Frauen, wie der ganzen Menschheit, gleichermaßen betroffen sind. Ohne ihre erweckte Seele bleiben Frauen absolut obrigkeitshörig, ihres planetarischen Denkens entwöhnt, Befehlsempfängerinnen, militärische Heldinnen vor dem Feind, aber in totalem Mangel an Zivilcourage – daran ändern auch spirituelle Übungen nichts.
 

Vom weiblichen Glauben  All die unterschiedlichen seelischen Kräfte und göttlichen Mächte, die eine Menschheit nunmehr dringend benötigt, sind erreichbar, wenn Frauen deren Existenz in sich nicht abstreiten. Häusliche Zurückgezogenheit von Frauen ist an für sich eine große Tugend – doch nur eine Tugend, wenn Frauen sich über ihre Psyche ganz erhoben sowie ihre Seele geheiligt haben. Weibliche Zufriedenheit, bevor die Seele geheiligt ist, schwächt die Zufriedenheit der Menschheit. Selbst Nützliches, Wertvolles, Besseres oder Künstlerisches hervorzubringen, müssen diesbezüglich als Versuchungen betrachtet werden. Frauen sind in der Lage alles zu tun – wenn sie nur wählen würden, ihre Anstrengung in Heiligkeit zu unternehmen. Die Schwierigkeit ist, dass Frauen in unserer Zeit diese Anstrengung nicht machen: weil sie nicht wollen, dass sie es können. Die meisten glauben nicht an die Notwendigkeit, einer in ihnen latenten Kapazität der Heiligkeit für den SINN der Liebe und damit die Gesundung der Menschheit zur Einheit. Stolz auf individualistische Weltsicht erstreben sie „Loyalität, Verantwortlichkeit und Menschlichkeit“ zu Freundinnen, Vater-Mutter, Vaterland und Spiritualität. Wenn zehn Frauen in Kontemplation sitzen, und die Vorsehung gewährte ihnen einen Wunsch, um so viel Heiligkeit zu bitten, wie sie möchten – werden alle zehn um dieselbe Heiligkeit bitten? – Nein, weil sie nicht darin übereinstimmen, wieviel sie erhalten können. Eine kapha-Frau wird um hundert, vata-Frauen um tausend, sattwa-Frauen um eine Million, und die pitta-Frau um nichts bitten, weil sie nicht daran glaubt, dass sie es erhalten kann. Gleich ob Frauen Reichtum, Frömmigkeit, weltliche Macht oder spirituellen Rang errungen haben – woran sie nicht glauben wollen, das können sie nicht erreichen. Was Frauen davon abhält zu glauben, ist nicht, dass sie von den Männern um sie herum so beeindruckt wären, sondern dass diese ihnen jenen Status und jene Geschäftigkeit bieten, die sie lieben.
 

 

 

Kulturschaffende Vision – Von lebendiger Menschlichkeit


Die Morgenröte des Dritten Millenniums kündigt eine Spiritualität der Zukunft an, die frei ist von Dogmen. Sie kündet vom Erwachen der Menschheit zur Göttlichkeit des Menschen. Die Notwendigkeit ihre Vision zu erfüllen wird immer dringlicher, da die Völker Eine Humane Spiritualität der Zukunft erwarten. Ein unmittelbares Erwachen der Menschheit im Gottesbewusstsein ist unrealistisch, weil dies in unserer dekadenten Welt nicht möglich ist. So wird die Anstrengung von einigen wenigen Engeln unternommen werden, um 'die Botschaft' in die Welt zu tragen, was Grenzen überschreitet.

Spiritualität und Geistigkeit sind wahrere und tiefere Gründe für Heirat als bloße sexuelle psychische Harmonie. Die vollkommene Beziehung zwischen den Geschlechtern. Obwohl jede der Weltreligionen auf einem anderen Glaubenssystem basiert, verkünden sie eines übereinstimmend: „Der Platz einer Frau ist neben ihrem Mann.“ Die Botschaft in unserer Zeit können aber nicht Frauenvisionen sein, denen Männer gläubig folgen: das Erwachen der Menschheit muss aus einer gegenseitigen Beeinflussung männlichen und weiblichen Denkens und Sprechens hervorgehen! Anders gesagt, die Möglichkeit schiitisch-vedantischer Männer, Krishna – den Genius mit transkultureller Kapazität – zum Friedensbringer auszurufen, hängt zur Hälfte von dem ganzen und reinen Willen jiddisch-katholisch-buddhistischer Frauen ab, ihrerseits Rukmini in der Gesellschaft das eheliche Zusammenleben – hinter dem Rücken von Srimati Radhika – zu ermöglichen.
 

Von der Entschleierung des Geheimen in den Herzen  In den Geschlechtern sind zwei komplementäre Naturen verborgen: der Frauen schöpferische Naturen in dem spirituell-höheren Sein und geistig-keuschem Wesen ihrer Männer; und der Männer selbstherrliche Persönlichkeit von einer materiell-sexuellen Wesensnatur in den Frauen. In der einen Art nähern sich Männer ehrerbietig Bodhisattvas und der Großen Mutter, auf andere Weise leben sie nur mit materiellen Frauen in der Welt. Von beiden Naturen finden sich in den Menschen Zeichen: von der materiell-sexuellen Art bringen Männer Lüge, Grausamkeit und Ungerechtigkeit zum Ausdruck, während mit den Attributen ihrer geistig-kulturellen Männer Frauen Liebe, Erbarmen, Güte, Wahrheit und Gerechtigkeit offenbaren. Ein jeder edle Zug in Frauen gehört zu dem 'von Gott herabsteigenden' Einig-Wesen, eines geistig-kulturellen Wirkens der Männer; wogegen grobe Unzulänglichkeiten, die Sünde böser Tat, von 'Evas Erbe', der Frauen individuellen materiell-sexuellen Natur stammt. Überwiegt bei den Geschlechtern das Wesen des zukunftsorientierten planetarischen Wirkens gegenüber den konditionierten Persönlichkeiten in profitorientierten materiellen Bewusstsein, so haben wir Bodhisattvas – Heilige, welche die Menschheit zur höheren Evolution führen. Es gehörte zum Merkmal von Patriarchats-Mentalität die Rolle zu ignorieren, die schöpferische Frauen spielen. Dadurch dass beide Geschlechter, Mann und Ehefrau, und Mann und Frau als Partnerin, komplementär am selben Projekt arbeiten, wird sich diese Situation jedoch in Zukunft verändern. 'Learning by Teaching' kann z. B. bewirken, dass Zusammenarbeit von Frauen & Männern an verschiedenen Orten gleichzeitig geschieht, während sich Planetarische Schöpferischkeit, Herzenssympathien und Erbarmen gegenseitig verstärken.
 

Sobald das Geistige Feuer in Männern erscheint, dann sehen Frauen Dinge wirklich anders; es sind die Kulturell Kreativen, die Frauen aus einem "Hausdrachen-Dasein" erlösen können; gleichwie 'Die Göttliche Mutter' (hl. Geist, weiblich, Plural) jene Männer in ihre Würde befreit. 'Seelen-Feuer' blitzt auf, wenn der Frauen 'Fels der Heiligkeit' gegen der Männer 'Stein der Weisen' schlägt, denn 'Gischt der Bequemlichkeit' taucht Männer nur tiefer in ihr Ego ein, 'Schlag im Schlafgemach, Fasten und Gebet' (Markus 9:29) erbaut die Brücke zum Herzen; je tiefer diese Erfahrung berührt, desto größer ist das gemeinsame Werk: Kulturelles Gemeinwesen. Mögen Frauen dem anderen Geschlecht auch maßlosen Narzissmus vorwerfen, Gleichgültigkeit gegenüber Frauenleid und kulturellen Geist..., solange sie Haut als Seele betrachten, und unter Freiheit 'Intimität, Empfindsamkeit, Lust' verstehen, statt zu realisieren „women are heaven: Dharma, Buddha, Sangha“ – solange werden Frauen töten, die Hölle rächend.

 

 

 

La Souveraineté Humaine – Vom Ausgleich der Mächte


'Es ist ihnen die Seele ein Fremdes auf Erden. Unkraut wuchert über die schwarzen, geborstenen Mauern, und an den runden, blinden Fenstern prallt das Sonnenlicht ab. In den düsteren, dunklen Höfen fliegen Tauben umher und suchen sich in den Ritzen des Gemäuers ein Versteck – vom Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.' Georg Trakl

Wenn Weiblichkeit nicht das Ideal des 'Geliebten Herrn und Gott' liebt (die Archetypen 'Rama, Krishna, Shiva, Buddha' als die vier schöpferischen Gehirnfunktionen humanen Bewusstseins) – wofür leben wir dann? Leben für sich selbst, was nichts ist. Frauen, die lieben und nicht das Ideal ihres 'Geliebten Herrn und Allmächtigen Gottes' erkennen, sind machtlos im Schönen, ihre Kunst bringt der Erde »Verfinsterung des Lichtes« (I Ging 36).

Je größer ihr Ideal 'Das Wissen Krishnas' ist, desto größer sind Frauen die Kapazitäten Planetarischen Bewusstseins; je tiefgehender ihr Ideal 'Mantra-Yoga Shivas' ist, desto tiefgehender geht ihr Glaube. Je weitgehender ihr Ideal 'tiefenpsychologische Läuterung Buddhas' geht, desto heilbringender ist der Einfluss von Frauen; und je höher ihr Ideal 'transzendentale Erkenntnis Ramas' geht, desto höher im Rang stehen Frauen in der Welt.

Doch werden wirklich Frauen zu sich sagen: „Was auch immer wir im Leben sein mögen, ohne das Ideal unseres 'Geliebten Herrn und Gottes' ist das Leben für uns wertlos?“


Es ist schwierig, unbekümmerte Freude zu genießen, wenn man sich des Leidens in unserer Welt bewusst ist: Flüchtlinge – Frauen, Männer, Kinder – die sonst, aufgrund "ethnischer Säuberungen", in Konzentrationslagern eingekerkert und gefoltert würden; man liest von kriminellen Clans und hört von Frauen, die der Lust wegen missbraucht werden. Doch haben wir Augen, die große Anzahl von Frauen zu sehen, die in ihrer Seele gemordet sind? Millionen erleiden, im Hunger nach der kulturellen Seele ihres Mannes, physisches Elend oder geistige Verwirrung. – Welch barbarische Brutalität tritt in diesen indiskutablen Grausamkeiten zutage, wenn die Seele der Menschen nicht erleuchtet ist!
 

Männer beschuldigen Frauen der Engstirnigkeit im Glauben und unlegitimierter Moral, „zu einer anderen Religion, einer anderen Kathedrale, einer fremden Pagode zu gehören“; sie sagen: „Unser Tempel, unsere Rituale hier sind besser, und damit ist auch unsere Beziehungsmoral besser für euch!“ Auf diese Weise kämpft eine ganze Zivilisation weiter und vernichtet sich selbst. Doch 'multikultureller Glaube' – entsprechend den verschiedenen Ländern und ihren kulturellen Gegebenheiten – ist nicht die gemeinsame Religion der Menschheit; vielmehr ist der hingebungsvolle Dienst der Männer das Grundprinzip.


Männer können nicht verstehen – weil seelenvolle Männer bislang von Frauen nicht gewünscht waren –, dass die Form religiöser Beziehung für „Krishna“, für „Shiva“, für „Buddha“, für „Rama“ einzigartig bzw. eine andere ist, und dass daher das Leben eines jeden Mannes darin besteht, seinem Ideal, in Anbetracht seiner Verantwortlichkeit zur Weiblichkeit, als Meister, Heiliger, Freund, Vater, Sohn, Liebhaber, Partner zu folgen.


„Die Seele selbst ist das Zeugnis der Seele und die Seele ist die Zuflucht der Seele.
Verachte nicht deine eigene Seele, das höchste Zeugnis der Menschen.“
Gesetzbuch des Manu VIII.84; Psalm 62


Friede kann nur darin bestehen, dass Väter Frauen den kulturellen humanen Geist offenbaren; wo Söhne aber gezwungen sind, zu tun, was sie nicht wollen dürfen: zu zeugen, sich wiederzuvermählen, oder sich ohne Heirat zu paaren – entsteht Krieg.


Ein Mann, dessen Frauen ihn deshalb schätzen, weil er jederfrau Verdienst und Wert zu schätzen weiß, hat die besten Frauen für seine Zwecke, doch nicht den besten Charakter.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«
Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D.
Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge